Dienstag, 22. Dezember 2015

Ein bisschen Weihnachten


Bienen summen um Christrosenblüten, Schnee kennt man nur noch vom Hörensagen und die ersten Narzissen recken sich: Es ist Winter im neuen Jahrtausend.


Irgendwie kommen bei diesem Wetter keine richtigen Weihnachtsgefühle auf. Dann halt... 



Doch am Abend schleicht Nebel ums Haus, drinnen ist es warm und gemütlich. Kerzen brennen, die Katze schnurrt, spannende Bücher locken - es ist eben doch Winter. Und der wird wohl noch lange dauern.  Ein Gedanke jedoch lässt das Herz höher schlagen: Die Tage werden wieder länger!


Samstag, 12. Dezember 2015

Ein Versuch


In meinem Garten verwendete ich als Dünger immer nur Kompost und Hornspäne. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Nur bei den Hornspänen hatte ich nie ein wirklich gutes Gefühl. Die Späne, welche bei uns erhältlich sind, kommen aus Indien. Irgendwie störte mich das. Und auch wenn es wohl Schlachtabfälle sind: tote Tiere im Garten zu verteilen ist nicht so mein Ding. Vor einiger Zeit habe ich von einem biologischen Dünger gelesen, der ähnlich wirken soll wie Hornspäne.


Diese Pellets werden in der Schweiz hergestellt und sind zum grössten Teil aus Schafwolle. Wegen des milden Wetters bin ich schon in diesen Tagen daran, Kompost und den neuen Dünger zu verteilen. Mal schauen, wie's wirkt...

Sonntag, 6. Dezember 2015

Zum Glück gibt's Christrosen!


Für mich sind Christrosen ein Wunder. Jetzt wo der Garten kahl ist, blühen sie voll auf.


Christrosen (Helleborus niger) mögen kalkhaltige Böden. Deshalb ist es ratsam, zwischendurch ein paar Eierschalen zu verteilen. Auch dürfen sie im Sommer nicht zu trocken stehen. Sonst sind sie äusserst pflegeleicht und versamen sich auch gerne. 


In meinem Garten wachsen sie an ganz verschiedenen Orten. Siehe auch hier. Mit etwas Schnee überzuckert, sehen sie besonders schön aus. Aber Schnee ist derzeit Mangelware.


In ein paar Wochen werden sie verblüht sein. Dann werden sie von der Stinkenden Nieswurz (Helleborus foetidus) abgelöst - auch so eine tolle Pflanze im winterlichen Garten (siehe Bild oben). Sie sind mit den Christrosen verwandt und immergrün, was derzeit sehr erwünscht ist. Mir gefallen vor allem die auffallend feinen Blätter. Aber Achtung! Alle Helleboren sind giftig...


Und wenn nach diesen dunklen und kahlen Monaten die Tage länger werden, blühen die Lenzrosen (Helleborus orientalis). Noch braucht es jedoch Geduld...


Sonntag, 29. November 2015

Der erste Advent



Diesen garstigen Adventssonntag verbrachten wir gemütlich Haus und banden Kränze, unter anderem einen weiss-grün-silbrigen.




Kerze anzünden, Buch aufschlagen, an einem Tee nippen und den ersten Advent ausklingen lassen...
Allerseits eine gute Woche!


Mittwoch, 25. November 2015

Die letzten Rosen des Sommers


Der Winter zeigt das erste Mal seine Zähne mit Schnee, Eis und Frost. Wegen der Wärme der letzten Wochen blühen noch einige Rosen, die nun in einem Eispanzer erstarren.





Auch die Hortensien 'Annabelle' machen in der morgendlichen Eislandschaft eine gute Figur. Im jetzt eher kahlen Garten gefallen mir zudem die im Frühjahr gepflanzten Eibenhecken - sie sorgen für Struktur und etwas Grün. Ich habe sie als Buchsersatz gepflanzt. Mehr dazu hier und hier.


Allerseits noch eine gute Woche! Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas.

Montag, 16. November 2015

Lichtblick im Dunkeln


Die Schlagzeilen werden schlimmer, die Nächte düsterer, der Garten kahler. 


Doch die Natur wartet auch in diesen dunklen Tagen mit einer angenehmen Überraschung auf. Winterblühende Sträucher!


Der Duftschneeball blüht immer ab November und verbreitet einen unglaublich süssen Duft, der hoch willkommen ist, aber irgendwie nicht in diese Zeit voller Terror und Schrecken passt.


Dank des ungewöhnlich warmen Wetters blüht auch schon die Winterkirsche Prunus subhirtella 'Autumnalis Rosea'. Als hätte sie den Winter übersprungen und würden schon frühlingshaftere und friedlichere Tage anbrechen....

Mittwoch, 11. November 2015

Frisches Grün


Nein, der Garten ist nicht plötzlich ergrünt. Schön wärs!  Per Zufall traf ich in meinem Fotoarchiv auf Bilder aus diesem Frühsommer. 


Unglaublich, wie grün der Garten am Engerain sein kann. Das war wohl definitiv das letzte Mal im Juni der Fall, als es noch regnete. Seit einem halben Jahr gab es kaum mehr Regen, der Boden ist trocken, die Flüsse fast ausgetrocknet.


Grau ist der November derzeit ganz und gar nicht, die Tage sind sonnig und mild. Doch im Garten ist nun vieles braun, gelb oder orange - jedenfalls nicht so knackig grün, wie ich es eigentlich liebe...

Samstag, 7. November 2015

Sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen


Für November ist es ungewöhnlich warm. Im Norden Europas zieht das erste Sturmtief auf, doch am Engerain warten wir seit Monaten auf richtig viel Regen. Auch nächste Woche soll es warm und trocken bleiben. Da fragt man sich, ob man den Garten überhaupt winterfest machen soll... Und was diese ungewöhnliche Wärme zu bedeuten hat... 


Unserer Katze sind solche Gedanken fremd. Hauptsache, der Futternapf ist schön gefühlt. Und toll, wenn die Sonne noch wohlig auf den Balkon scheint...


"Wochenende?!? Mir doch egal, ich penne sowieso, wenn's mir passt...!" 

Montag, 2. November 2015

Herbstgold unter der Autobahn


Lichtet sich der Nebel, beginnt der Garten zu glühen.


Ob Ahorne oder Forsythien: Bäume und Büsche haben sich zum Saisonfinale in Schale geworfen und stehlen dem imposanten Autobahnviadukt in der Nachbarschaft die Schau.


So intensiv wie dieses Jahr war die Herbstfärbung schon lange nicht mehr. Es mag wohl am extrem trockenen Sommer und dem kühlen September und Oktober liegen.



Meist ist der Garten in Nebel gehüllt, doch kommt mal die Sonne hervor, wird es rasch warm und es lässt sich wunderbar an einem windgeschützten Plätzchen verweilen (wenn mann nicht gerade am Herumwerkeln ist).


Geblüht wird noch immer: Dahlien und Cosmeen blühen, als habe der Herbst noch nicht mal begonnen...

Samstag, 24. Oktober 2015

Edles Vergehen


Wenn sich der Garten gelb und rot verfärbt, fällt eine Staude besonders auf: die Hosta. Kaum eine verabschiedet sich mit so viel Würde von der Saison. 


Innert weniger Tage wechselt das saftige Grün der Hosts (oder Funkien) zu einem unvergleichlich schönem Gelb. Ich staune jedes Jahr, wie schnell das Verfärben der Blätter vor sich geht. Schon in ein paar Tagen werden die gelben Blätter brauner Matsch sein.  


Viele Stauden und Sträucher verfärben sich nur, wenn sie während der Saison genügend Sonne abbekommen. Bei den Hostas ist das zum Glück nicht der Fall. Auch wenn in meinem Garten während des Sommers kaum ein Lichtstrahl auf sie fällt, lässt die Herbstfärbung keine Wünsche offen.


Auch die Wiesenraute (Thalictrum) verwandelt sich in der kühlen Herbstluft wunderschön. Den feinen Blätter steht das Gelb ausserordentlich gut.


Nicht nur Bäume haben eine tolle Herbstfärbung, sondern auch die Stauden haben einiges zu bieten. Die Schmucklilien (Agapanthus) sehen jedenfalls beim Absterben der Blätter gar nicht mal so übel aus.

Sonntag, 11. Oktober 2015

Zurück aus dem Gartenparadies


Die letzten Tage verbrachten wir in Paris und der Normandie. Logisch stand auch der Besuch des einen oder anderen Gartens auf dem Programm. In der Normandie nächtigten wir im Schloss Miromesnil. Es war wie im Traum...


Das Schloss ist bekannt als Geburtsorts des französischen Autors Guy de Maupassant und für seinen Potager, ein fröhlicher Gemüse- und Blumengarten. 




Das Gemüse wächst in Reih und Glied. Die Strenge wird durch Stauden, Einjährigen, Dahlien und Rosen durchbrochen.


Begrenzt ist der Potager von Ziegelsteinmauern - wie in England (ach, ich möchte auch eine...). An den Mauern wachsen Blumen und Spalierobst.


Darüber wölb sich der schier unendlich scheinende normannische Himmel.


Ein paar Tage verbrachten wir im Schloss und hatten jeden Morgen einen wunderbaren Blick auf den Garten. Wie gesagt: ein Traum...



Soll mal einer behaupten, Dornröschen sei ein Märchen...


Das Schloss Miromesnil ist von einem wunderschönen Landschaftspark umgeben. Darin wachsen viele alte Bäume, unter anderem eine 250-jährige Libanonzeder. Einen Besuch des Schlosses kann ich wärmstens empfehlen! Hier gibt's mehr Infos.
Bei unserem Besuch im Norden Frankreichs stelle ich fest: Die Dichte an interessanten und sehenswerten Gärten in der Normandie ist enorm hoch. Die Gegend muss sich vor dem benachbarten England überhaupt nicht verstecken. Weitere Bilder folgen...