Es musste ja so kommen. Nach Wochen mit schon fast frühsommerlichen Temperaturen, wurde der Garten die letzten Tagen von eisigem Nordwind heimgesucht. Heftige Schauern bringen Schnee. In den Nächten gibt es derzeit strengen Frost - mit fatalen Folgen für die Vegetation, welche etwa drei Wochen früher ist als sonst. Heute Morgen sank die Temperatur auf unter minus drei Grad. Die Apfelernte wird wohl mager ausfallen.
Aber auch die austreibenden Königslilien haben gelitten. Sie sind wohl hin. Vieles habe ich in den letzten Tagen abgedeckt. Aber leider kann ich nicht den ganzen Garten unter eine Käseglocke stellen...
Was nach romantischen Tautropfen aussieht, sind in Tat und Wahrheit Eisperlen auf Lupinenblättern. Und das notabene mittags um 12 Uhr!
Auch das Wasser im Brunnen taute heute kaum.
Die Dichternarzissen sind nicht auf Poesie eingestellt. Sie lassen unterkühlt die Köpfe hängen.
Die Stängel vom Tränenden Herz (Dicentra spectabilis) sind gebrochen - Schnee und Frost hinterlassen halt ihre Spuren.
Spätfröste sind bei uns eigentlich keine Seltenheit. Doch derzeit werden bei uns rekordverdächtige Tiefsttemperaturen gemessen und das nach einem März, der so warm war wie noch nie seit Menschengedenken. Abgesehen vom kalten Januar reiht sich ein warmer Monat an den nächsten. Die Vegetation ist seit Jahren immer früher dran. Die Klimaveränderung lässt sich im Garten gut beobachten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es nur mich beunruhigt. Oder was soll ich über Wedel einheimischer Farne denken, welche verfroren sind?
Davon nicht gross beeindrucken lässt sich der Flieder. Er trotzt den spätwinterlichen Stürmen und beginnt zu blühen - so früh wie kaum je...



















































