Samstag, 14. Januar 2017

Winter


Es gibt sie also doch noch: Winter, welche Schnee, Eis und Kälte bringen. Seit dem Jahreswechsel ist es im Garten am Engerain hochwinterlich. Gerne zeige ich euch ein paar Bilder der letzten Tage.







Auf den Strassen war in den letzten das Verkehrschaos gross. Wohl auch auf der Autobahnbrücke. Nur wenige Meter darunter hat sich ein Winteridyll gebildet...


Zum Glück ist in den letzten Tagen die Schneedecke etwas angewachsen, so dass ich mir nicht allzu grosse Sorgen um empfindliche Stauden machen muss. Sie sind nun für die anstehenden Kältewelle ordentlich zugedeckt. Wobei: Habe ich den Feigenbaum auch wirklich gut eingepackt? Und wie sieht es mit den Agapanthen im Gartenhaus aus? Was ist mit den empfindlichen Rosen? Und mit den Fuchsien...? Ach ja, das Gärtnerleben ist gespickt mit sich sorgen und hoffen.


Die Ponys des Nachbarn sind gut eingepackt. Sie haben ein unglaublich dickes Fell. Praktisch...


Schön sind die Spaziergänge durch den Garten und die verschneiten Wälder in der Nähe. Aber lange hält man es draussen nicht aus. Umso gemütlicher ist es dafür drinnen... 
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag. Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas






Samstag, 7. Januar 2017

Vorher-Nachher statt Eiseskälte


In den letzten Tagen hat es etwas Schnee gegeben. Nun ist es eiskalt. Heute Morgen sanken die Temperaturen auf fast minus 15 Grad. Das ist schon ordentlich. Obwohl ich mich etwas um die empfindlichsten Gewächse sorge, freue ich mich über den erstarrten Garten - er sieht wunderschön aus. Gerne würde ich euch ein paar Bilder zeigen. Aber es ist mir schlicht zu kalt, um mit dem Fotoapparat in den klammen Fingern durch den Garten zu streifen. Auch durch den Tag wird es nicht wärmer als minus 6 Grad, und drinnen am Esstisch, mit Sicht auf den dampfenden Fluss und die Weide mit Ponys und Schafen, welche im Schnee nach Gras suchen, ist es viel gemütlicher. Aber was könnte ich euch denn sonst zeigen? 
Genau, ein paar Vorher-Nachher-Bilder! Ich liebe es, in Gartenbüchern und auf Blogs solche Vergleiche zu betrachten und zu studieren. Ich habe an dieser Stelle ja schon mal ein paar Vorher-Nachher-Bilder gezeigt. Hier kommen nochmals einige alte Fotos, welche schon fast sechs Jahre alt sind. 


Vielen hat sich seit unserer Gartenübernahme 2011 verändert. Am augenfälligsten ist sicher das Gartenhaus, welches wir im Sommer 2013 bauten. An der Stelle des Gartenhauses stand früher ein Holzunterstand, welcher immer morscher und unansehnlicher wurde.


Mit der Zeit kamen auch ein paar Sandsteinblöcke ins Rutschen. Wir mussten deshalb alles abreissen. Mit einem riesigen Kran, welcher von der Strasse aus operierte, wurden die tonnenschweren Blöcke neu gesetzt. Leider habe ich von dieser Kranaktion keine Bilder. Aber da wurden Männerträume war, ich sag's euch! Hihi...


Danach war Handarbeit gefragt: Fundament verlegen und hunderte Holzteile zu einem Haus zusammenbauen. Mann, war das anstrengend!


Mittlerweile erklimmt die Rose 'Paul Noël' das weiss gestrichene Häuschen - siehe das untere Bild vom Sommer 2016.


Beim Bild unten den Blick in den Garten bei unserer Übernahme 2011...


...und so sieht es nun aus - also im Sommer, versteht sich:-)


Im Winter ist das Gartenhaus voller Möbel, empfindlichen Pflanzen und Blumentöpfe. Wenn wir Zeit und Lust haben, räumen wir es im Sommer schön auf und richten ein gemütliches Plätzchen ein.


Mehr Vorher-Nachher-Bilder vom Garten am Engerain gibt es hier und hier. Ich wünsche ein angenehmes Winter-Wochenende. Liebe Grüsse, Thomas.

Samstag, 31. Dezember 2016

Ein Rückblick

Wir Gärtner sind ja zum Glück gewohnt, auch in kleinen Dingen das Positive zu sehen, uns anzupassen und der Natur ihren Lauf zulassen. Doch im Garten verlief 2016 vieles nicht wie gewünscht. Die heftigen Niederschläge und andauernde Feuchte im Frühjahr verursachten am Engerain enormen Pilzbefall, die Hitze und Trockenheit in der zweiten Sommerhälfte waren eine Herausforderung... Aber eben: Wir wollen uns ja an die schönen Momente erinnern. Und da gab es im Garten so einige: prachtvolle Staudenbeete im Morgenlicht, viele grosse und kleine Feste mit Freunden, laue Sommernächte, Bäume die in den Himmel wachsen... Hier ein Rückblick auf die vergangenen Monate am Garten am Engerain.













An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für eure Besuche, euer Interesse und die vielen Kommentare. Merci! Ich wünsche euch für 2017 nur das Beste. Hoffentlich könnt ihr euch im neuen Jahr auch wieder an den kleinen Dingen in euren Gärten erfreuen. Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Das Erste


Es ist auf den ersten Blick ein unbedeutendes Bild; erstellt beim flüchtigen Vorübergehen, in Smartphone-Qualität, leicht unscharf. Ein kleines Bild mit grosser Bedeutung. Darauf zu sehen ist das erste Schneeglöcken des neuen Gartenjahres. Die Saison hat somit kurz vor dem Jahreswechsel schon wieder begonnen. In den nächsten Wochen werden hoffentlich hunderte dieser zarten Frühlingsboten folgen. Am Engerain wächst Zuversicht. Liebe Grüsse, Thomas


Sonntag, 25. Dezember 2016

Friedliche Weihnachten


In diesen Zeiten etwas Seltenes: Friede, Ruhe, Gemütlichkeit.


Doch auch in diesen Tagen kann man - zumindest bei uns, welch Glück! - noch friedliche Momente erleben: mit der Familie unter dem Weihnachtsbaum, bei einem Spaziergang durch den Garten oder bei einer Wanderung durch die nahegelegenen Wälder.


 Mit diesen Bildern aus dem nicht verschneiten, aber trotzdem irgendwie weihnächtlichen Garten möchten wir vom Engerain euch allen schöne Weihnachten wünschen! 






Dienstag, 20. Dezember 2016

Zuhause bei Böcklin



Schlendert man durch den Garten der 'Abbaye de Saint-André' erschleicht einem das Gefühl, als habe man ein Gemälde von Arnold Böcklin betreten und stehe höchstpersönlich auf seiner Toteninsel. Alles ist da: Felsen, Zypressen, eine morbide und melancholische Stimmung.


Statt im Meer, liegt diese Insel in der Ebene der Rhone bei Avignon.


Der Garten befindet sich auf einem Hügel bei Villeneuve vis-à-vis von Avignon. Er ist auf dem Gelände einer ehemaligen Benediktinerabtei angelegt. Die Ruine des Klosters bildet eine faszinierenden Rahmen für den Garten.



Wir besuchten den Garten während unseren Ferien im Herbst 2016. Nach dem trockenen Sommer blühte nur sehr wenig. Der Garten lebt aber eher von der Struktur als von der Blütenfülle. Eindrücklich sind insbesondere die Sichtachsen.





"Gartenräume" gibt es hier tatsächlich - zum Beispiel ein Garten in den Mauern einer ehemaligen Kapelle oder wie im Bild unten in den ehemaligen Räumen der Mönche.


Morbide Stimmung gefällig? Im Garten befinden sich auch etliche ehemalige Gräber.


1916 begann die Dichterin Elsa Koeberle den Garten zu gestalten. Sie erhielt das Anwesen von ihrem Vater, ein damals erfolgreicher Arzt, geschenkt. Kein schlechtes Präsent...




Der Garten besteht aus einem unteren und einem oberen Teil. Im unteren befinden sich mehrere Wasserbecken. Der obere Garten ist etwas wilder. Dort befindet sich auf dem höchsten Punkt des Hügels eine Kapelle, umsäumt von einem Olivenhain. Über das Gelände sind verschiedene Statuen und Vasen verteilt.






Es ist kein fröhlicher Garten, er ist jedoch wunderschön. Genau wie das Bild "Die Toteninsel" von Arnold Böcklin. 

Quelle: Wikimedia

Während unseres Aufenthaltes in Südfrankreich, haben wir auch die "Domaine du Rayol" besucht - ein toller Garten am Meer. Mehr dazu hier. Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas