Dienstag, 6. Juni 2017

Liebe geht durch die Nase


Eine Rose, welche nicht duftet, ist keine Rose. Erst ihr Duft macht sie meiner Meinung nach so begehrens- und liebenswert. 


Fast alle Rosen im Garten am Engerain duften. Sie riechen nach Feigen, Himbeeren, Äpfeln, Champagner...


Spätestens wenn man die Nase an eine Blüte von "Rose de Resht" hält, muss man Rosen mögen...


Lust auf einen Spaziergang durch den blühenden Rosengarten? Hier eine virtuelle Tour - leider ohne Duft.














Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas


Dienstag, 30. Mai 2017

Ab in den Hochsommer!


 Die erste Hitzewelle überrollt den Garten. Das heisse Wetter lässt sich zum Glück an schattigen Plätzen noch gut aushalten. Ein paar arbeitsfreie Tage kommen zudem wie gerufen:-)


Auch der Brunnen sorgt für Abkühlung.


Der Frühlingsflor hat seinen Zenit längst überschritten. Die Veilchen sehen aber noch recht hübsch aus und dürfen noch etwas bleiben.


Wenn sich der Frühling im Sommer verliert, tanzen unzählige Akeleiblüten durch den Garten    ein tolles Schauspiel!




Nebst der Akelei blühen nun auch die Schwertlilien. Ich mag die dunkelvioletten Sorten am liebsten...



Zwischendurch kommen Besucher vorbei – zwei- oder auch vierbeinige.



Die Hitze peitscht den Garten vorwärts: Die ersten Rosen zeigen sich schon in voller Pracht. Doch davon später mehr...
Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas.





Samstag, 20. Mai 2017

Die Idee des Prinzen


Auf den Einfall, blaue Prärililien in eine Wiese zu pflanzen, wäre ich selber nicht gekommen.


Ich habe es Prinz Charles abgeschaut. An einem trüben Wintertag las ich eines der Bücher über seinen Landsitz Highgrove und sah ein Bild mit einer Wiese voller Prärililien und wusste: das will ich auch!


Zugegeben: mit einem Herrenhaus im Hintergrund würde das ganze noch etwas besser aussehen. Und im Gegensatz zu Charles habe ich nicht tausende, sondern gerade mal 30 Zwiebeln von Camassia leichtlinii 'Caerulea' verbuddelt... Aber eben, manchmal muss man sich in Bescheidenheit üben. Ich hoffe, dass es den feuchtigkeitsliebenden Pflanzen in der Wiese am Engerain nicht zu trocken ist und sie auch nächstes Jahr tiefblaue Blüten bilden werden.
Wir vom vom Engerain wünschen euch allen einen schönen Sonntag!

Dienstag, 9. Mai 2017

Ein Kommen und Gehen


Noch blühen am Engerain die letzten Tulpen. Zum Beispiel Tulipa bakeri 'Lilac Wonder'.


Doch die Zeit der Tulpen ist zu ende. Es zeigen sich schon die ersten Rosenblüten! 


Dieses Jahr ist die erste Rose 'Old Blush China'. Es ist eine sehr tüchtige Pflanze. Die letzten Blüten trug sie im November. Jetzt legt sie schon wieder los.


Nach langem Warten blühen dieses Jahr nun endlich die Strauchpfingstrosen. Sie brauchen ja etwas Zeit, bis sie loslegen. Meine zwei Exemplare hatten jedenfalls keinen Stress und geizten jahrelang mit der Blütenbildung. Das eine Exemplar trug dieses Frühjahr nun ganz viele Blütenknospen. Doch wegen des späten Schneefalls Ende April sind viele Äste mit Knospen abgebrochen... Zwei sind noch geblieben. Immerhin.
Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas.

Sonntag, 30. April 2017

Tulpen, ab ins Töpfchen!


Ich ziehe gerne Tulpen in Töpfen. Ich wende dabei die bewährte Lasagnetechnik an; sprich, ich setze mehrere Schichten Tulpenzwiebeln übereinander. 





Die Tulpen mische ich oft auch mit Hyazinthen und Narzissen. Drei Töpfe bepflanze ich so. Es mag jetzt nicht so klingen, aber ich halte mich beim Tulpenkauf etwas zurück. 


Die Produktion von Blumenzwiebeln ist ja alles andere als nachhaltig und gilt als der umweltschädlichste Landwirtschaftszweig überhaupt. Das Angebot an Bio-Ware ist leider noch etwas dürftig. Deshalb setzte ich nur Blumenzwiebeln, welche - ausgesetzt in ein Beet - Jahr für Jahr wieder blühen. Jede Saison alle Zwiebeln im Garten auszuwechseln und zu entsorgen, finde ich ehrlich gesagt etwas verantwortungslos.



Noch ein Tipp für Tulpen in Töpfen: Keinesfalls frisch gekaufte Erde oder solche, welche mit Kompost angereichert ist, verwenden. So faulen die Zwiebeln nur. Besser ist, Erde direkt aus dem Garten zu verwenden.
Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas.

Sonntag, 23. April 2017

Herrliche Tulpenzeit


Tulpen sind wunderschön, aber auch etwas divenhaft. Wenn es ihnen nicht passt, verschwinden sie schnell wieder oder werden blühfaul und bilden nur noch salatartige Blätter. Letztes Jahr enttäuschten sie mich nicht. Dieses Jahr ist die Tulpenblüte aber nicht so üppig. Woran es liegt, weiss ich nicht. Ich schreibe es dem etwas anspruchsvollen Gemüt der Tulpen zu...




Trotzdem ist die Tulpenzeit derzeit herrlich! Nur die Frostnächte sind etwas stressig...



Die Bilder sind übrigens schon ein paar Tage alt, bevor der Spätwinter nochmals zuschlug. Die schönen Stauden vom Tränenden Herz (Dicentra spectabilis) sehen jedenfalls nicht mehr so toll aus. Sie hier.


Derzeit blühen nicht nur die Tulpen, sondern auch die ersten Clematissorten. Zum Beispiel Clematis alpina, eine bei uns in den Bergen heimische Art. Schön, nicht?


Liebe Grüsse vom Engerain, Thomas.


Donnerstag, 20. April 2017

Schnee, der auf Flieder fällt


Es musste ja so kommen. Nach Wochen mit schon fast frühsommerlichen Temperaturen, wurde der Garten die letzten Tagen von eisigem Nordwind heimgesucht. Heftige Schauern bringen Schnee. In den Nächten gibt es derzeit strengen Frost - mit fatalen Folgen für die Vegetation, welche etwa drei Wochen früher ist als sonst. Heute Morgen sank die Temperatur auf unter minus drei Grad. Die Apfelernte wird wohl mager ausfallen.


Aber auch die austreibenden Königslilien haben gelitten. Sie sind wohl hin. Vieles habe ich in den letzten Tagen abgedeckt. Aber leider kann ich nicht den ganzen Garten unter eine Käseglocke stellen...


Was nach romantischen Tautropfen aussieht, sind in Tat und Wahrheit Eisperlen auf Lupinenblättern. Und das notabene mittags um 12 Uhr!


Auch das Wasser im Brunnen taute heute kaum.


Die Dichternarzissen sind nicht auf Poesie eingestellt. Sie lassen unterkühlt die Köpfe hängen.


Die Stängel vom Tränenden Herz (Dicentra spectabilis) sind gebrochen - Schnee und Frost hinterlassen halt ihre Spuren. 


Spätfröste sind bei uns eigentlich keine Seltenheit. Doch derzeit werden bei uns rekordverdächtige Tiefsttemperaturen gemessen und das nach einem März, der so warm war wie noch nie seit Menschengedenken. Abgesehen vom kalten Januar reiht sich ein warmer Monat an den nächsten. Die Vegetation ist seit Jahren immer früher dran. Die Klimaveränderung lässt sich im Garten gut beobachten. Manchmal habe ich das Gefühl, dass es nur mich beunruhigt. Oder was soll ich über Wedel einheimischer Farne denken, welche verfroren sind?


Davon nicht gross beeindrucken lässt sich der Flieder. Er trotzt den spätwinterlichen Stürmen und beginnt zu blühen - so früh wie kaum je...