In Giverny scheint es, als tritt man in eines
der Meisterwerke Claude Monets. Der impressionistische Künstler hat hier in
seiner zweiten Lebenshälfte zwei Gärten angelegt – einen Wassergarten mit
Seerosen und den Clos normand mit vielen Sommerblumen. Die farbigen Bilder, die
man aus Museen und von etlichen Kunstdrucken bestens kennt, beginnen auf
diesem Flecken Erde am Rande der Normandie zu leben.
Während unserer Frankreichreise im Herbst haben wir Giverny besucht - und waren einmal mehr wie verzaubert.
Die mehrjährigen Sonnenblumen wippen in der
leichten Brise, die Kapuzinerkressen ranken über den grossen Hauptweg, die
Dahlien glühen in der Herbstsonne, die Seerosen schaukeln auf dem Teich.
Was uns beim Besuch
Anfang Oktober am meisten beeindruckte: Monet hat in Giverny ein in sich
geschlossenes Werk geschaffen. Das schmucke Wohnhaus mit seiner schweinchenrosa
Fassade und der lieblichen Einrichtung bildet mit dem Garten eine perfekte
Einheit. Alles stimmt, alles passt.
Die lockere Bepflanzung im Garten
verbreitet eine ansteckende Fröhlichkeit, das gemütlich eingerichtete Haus
erzählt von grosszügiger Gastfreundschaft vergangener Zeiten.
Etwas erinnerte uns
jedoch stark an unseren eigenen Garten: der Verkehrslärm. Monets Garten wird
heute von einer stark befahrenen Strasse zerschnitten, bei uns wölbt sich eine
Autobahnbrücke über das Tal. Die Realität ist toll, doch nicht immer
perfekt...



















































